Berlin – Hauptstadt der „Pop-Kultur“

Die Music Week als Festival der Musikbranche gibt es nicht mehr. Dafür öffnet Ende August die Pop-Kultur ihre Pforten und überrascht mit zahlreichen Künstlern und einem frischen Konzept.

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Drei Tage lang steht Berlin im Zeichen des Pop. Ende August findet zum ersten mal die „Pop-Kultur“ statt, ein Festival mit DJ-Sets und Lesungen, mit Diskussionen und Konzerten. Mehr als 60 Künstler gestalten das umfassende Programm. Da ist etwa Sven Regener, Sänger und Autor, der gemeinsam mit Andreas Dorau aus ihrem gemeinsamen Buch „Ärger mit der Unsterblichkeit“ vorliest. Zugesagt haben auch die schwedische Sängerin Neneh Cherry, die mit ihrer Band RocketNumberNine auftritt, oder der Neurowissenschaftler Tom Fritz, der mit dem Maler Norbert Bisky über die Wirkung des Techno auf das menschliche Gehirn redet. Und wer noch nicht wusste, dass der Hollywood-Schauspieler Elijah Wood ein Alter Ego als DJ hat, kann ihn zusammen mit seinem Partner Zach Cowie unter dem Pseudonym Wooden Wisdom hinter den Turntables erleben. Aber auch junge und unbekanntere Acts bekommen während der drei Tage die Möglichkeit, ihre Kunst einem breiten Publikum zu präsentieren.

„Wir haben besonderen Wert darauf gelegt, möglichst unterschiedliche musikalische Trends in einem Programm zu verbinden und dies vor allem in Form von Uraufführungen oder Deutschlandpremieren, oftmals auch in Kollaborationen, zu präsentieren“, sagt Christian Morin, der gemeinsam mit Martin Hossbach unter Leitung von Katja Lucker die „Pop-Kultur“ kuratiert. Ziel der Veranstalter ist es, „Raum für ansonsten eher unwahrscheinliche Begegnungen und produktiven Austausch“ zu schaffen.

 

Melting Pot Berghain

Platz finden diese Begegnungen im bekannten Berliner Club Berghain und in dazugehörigen Gebäuden, wie der Schlackehalle oder der Panorama Bar. Gäste haben die Möglichkeit, sich während der drei Veranstaltungstage einzelne Module zu wählen, je nachdem, welche Veranstaltung sie gerne besuchen möchten. Die Tickets für diese Bausteine kosten zwischen 5 und 25 Euro und ermöglichen, dass sich jeder seinen individuellen Festival-Fahrplan zusammenstellt.

Mit der Pop-Kultur, bei der bis zu 10.000 Gäste erwartet werden, wollen die Organisatoren sich auch bewusst von der Musik Week abgrenzen, die von 2010 bis 2014 in Berlin stattfand. „Mehr Kunst, weniger Schnittchen", bringt es Katja Lucker auf den Punkt und unterstreicht damit den Publikumscharakter des Festivals, bei dem es sogar ein eigenes Nachwuchs-Programm geben wird.

Zunächst einmal ist das neue Format ein Experiment, auf das sich jedoch alle Beteiligten freuen. „Wir wollen Labor sein und Ideen anstoßen, diskutieren und verwirklichen“, sagt Katja Lucker. „Was dabei herauskommt, wissen wir noch nicht – aber das ist Teil des spannenden Experiments.“

 

Info: Die Pop-Kultur findet vom 26.8. – 28.8.2015 statt. Weitere Infos und Tickets unter www.pop-kultur.berlin.

 

Fotos:
(c) Frederik Schulz - Popkultur Berghain
 

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